Frühförderung
Dein Kind entwickelt sich in seinem ganz eigenen Tempo – manchmal mit grossen Sprüngen, manchmal mit kleinen Stolpersteinen. Frühförderung bedeutet, Kinder genau dort zu begleiten, wo sie gerade stehen. Besonders in den ersten Lebensjahren lässt sich viel bewirken, um Sicherheit, Selbstvertrauen und innere Balance zu stärken.
In meiner Praxis in Elsau bei Winterthur arbeite ich mit Kindern ab etwa zweieinhalb bis drei Jahren – achtsam, spielerisch und individuell.
Wobei kann Frühförderung helfen?
Frühförderung kann in verschiedenen Bereichen unterstützen – auch ohne medizinische Diagnose. Typische Themen können sein:
- Ablösungsprozesse beim Eintritt in die Kita oder den Kindergarten
- Trennungsängste oder starke Trotzphasen
- Unsicherheit in neuen oder lauten Umgebungen
- Motorische Unruhe oder das Bedürfnis nach mehr Struktur und Halt
- Auffälligkeiten in Sprache, Wahrnehmung oder im Umgang mit anderen Kindern
- Schwierigkeiten beim Einschlafen oder zur Ruhe kommen
Frühkindliche Reflexe verstehen
Frühkindliche Reflexe sind automatische Bewegungsmuster, die Babys beim Start ins Leben unterstützen. Im Lauf der Entwicklung sollten sie sich integrieren – also durch willentliche Bewegungen ersetzt werden. Geschieht das nicht vollständig, können sie auch später noch unbemerkt wirken.
Das kann sich z. B. zeigen durch:
- Konzentrationsschwierigkeiten oder Zappeligkeit
- Überempfindlichkeit auf Reize
- Ungeschicklichkeit oder verzögerte Feinmotorik
- emotionale Reaktionen ohne klaren Auslöser
In der Frühförderung beziehe ich bei Bedarf sanfte Reflexintegration mit ein – ohne Druck, kindgerecht und in Bewegung.
Rexis Reise – wenn sich die Welt endlich richtig anfühlt
Manche Kinder wirken wie Rexi, das Faultier: Sie halten sich fest, sind schnell überfordert und fühlen sich in der Schule oft fehl am Platz.
Was viele nicht wissen: Frühkindliche Reflexe, die im Nervensystem aktiv geblieben sind, können genau dieses Gefühl auslösen – innerlich auf der Bremse stehen, obwohl man eigentlich loslegen möchte.
Die folgende kleine Bildergeschichte zeigt, wie sich das verändern kann. Wenn der Körper sich beruhigt, dürfen auch Lernen, Ankommen und Wohlfühlen möglich werden.
Fragebogen: Sind noch frühkindliche Reflexe aktiv?
Manche Kinder zeigen Verhaltensweisen, die sich nicht leicht einordnen lassen – obwohl sie keine klare Diagnose wie ADHS oder eine Entwicklungsverzögerung haben. Eine mögliche Ursache können noch aktive frühkindliche Reflexe sein.
Mit dem folgenden Fragebogen bekommst du erste Hinweise darauf, ob dies bei deinem Kind der Fall sein könnte. Der Bogen ersetzt keine Diagnose, kann aber eine wertvolle Orientierung bieten.
👉 Der Fragebogen ist direkt hier eingebettet – nimm dir etwa 5–10 Minuten Zeit.
Frühkindliche Reflexe vorhanden? Fragebogen ausfüllen!
Wie läuft eine Sitzung ab?
Die Sitzungen finden in einer ruhigen, kindgerechten Umgebung statt. Ich arbeite mit einfachen Bewegungsübungen, gezielten Impulsen, kleinen Materialien und viel Raum für das, was sich zeigt. Dein Kind wird nicht bewertet, sondern gesehen. Du als Elternteil bist aktiv mit dabei – denn du kennst dein Kind am besten.
Gemeinsam spüren wir, was stärkt, Sicherheit gibt und Entwicklung möglich macht.
Vernetzt für dein Kind
Als Teil des Netzwerks Frühe Förderung Elsau stehe ich in regelmässigem Austausch mit anderen Fachpersonen aus der Gemeinde – z. B. aus Logopädie, Ergotherapie, Elternberatung oder Kinderbetreuung.
So entsteht ein unterstützendes Umfeld, das dein Kind ganzheitlich begleiten kann.
Tipp für Eltern
Möchtest du dich vertiefter mit kindlicher Entwicklung beschäftigen und praktische Impulse für den Alltag erhalten?
Dann könnte mein Workshop „Entwicklung fördern“ genau das Richtige für dich sein.